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aktuelle Anträge zum Miet- und Immobilienrecht im Bundestag und Bundesrat

Bei den nachfolgenden Sachverhalten handelt es sich um Anträge und Gesetzgebungsinitiativen verschiedener Abgeordneter und Fraktionen des aktuellen Deutschen Bundestags und der Länder. Was davon momentan nicht umgesetzt wird, kommt bei neuer Zusammensetzung des nächsten Bundestags vielleicht wieder auf den Tisch. Es ist deshalb spannend zu lesen, welche Ideen und Ziele von den betreffenden Akteuren verfolgt werden.

In chronologisch absteigender Reihenfolge:

BT-Drucksache 19/14369 vom 23.10.2019

Antrag der Abgeordneten Christian Kühn (Tübingen), Daniela Wagner, Luise Amtsberg, Canan Bayram, Stefan Gelbhaar, Britta Haßelmann, Katja Keul, Stephan Kühn (Dresden), Renate Künast, Monika Lazar, Steffi Lemke, Dr. Irene Mihalic, Dr. Konstantin von Notz, Filiz Polat, Tabea Rößner, Dr. Manuela Rottmann, Dr. Julia Verlinden und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Rechtssichere regionale Mietobergrenzen für angespannte Wohnungsmärkte ermöglichen – Mieterinnen und Mieter in bestehenden Mietverträgen schützen

unter anderem mit dem Inhalt,

Mieterhöhungen in bestehenden Mietverträgen zu begrenzen und dazu

unterzeichnet von Katrin Göring-Eckardt, Dr. Anton Hofreiter und Fraktion

 

BR-Drucksache 469/19 vom 27.09.2019

Gesetzesantrag des Landes Nordrhein-Westfalen

Entwurf eines Gesetzes zur Neuregelung des Schriftformerfordernisses im Mietrecht

Das Kündigungsrecht wegen Schriftformverstoßes bei Gewerbemietverträgen soll auf den Erwerber beschränkt und die Regelung unter Aufhebung des bisherigen § 550 BGB in einen neu zu schaffenden § 566 Absatz 3 BGB-E verlagert werden.

Zusätzlich soll es zeitlich befristet werden auf 3 Monate ab Kenntnis des Schriftformverstoßes. Darüber soll die Kündigung unwirksam werden, wenn der Mieter ihr widerspricht und sich mit der Fortsetzung des Mietvertrages zu den schriftlich vereinbarten Bedingungen einverstanden erklärt.

unterzeichnet von Armin Laschet, MP NRW

 

BR-Drucksache 468/19 vom 27.09.2019

Gesetzentwurf der Bundesregierung

Entwurf eines Gesetzes zur Verlängerung des Betrachtungszeitraums für die ortsübliche Vergleichsmiete

von bislang 4 auf künftig 6 Jahre in § 558 Abs. 2 BGB

 

BT-Drucksache 19/13502 vom 24.09.2019

Antrag der Abgeordneten Caren Lay, Dr. Gesine Lötzsch, Lorenz Gösta Beutin, Heidrun Bluhm-Förster, Jörg Cezanne, Susanne Ferschl, Kerstin Kassner, Sabine Leidig, Ralph Lenkert, Michael Leutert, Amira Mohamed Ali, Victor Perli, Ingrid Remmers, Dr. Kirsten Tackmann, Andreas Wagner, Hubertus Zdebel und der Fraktion DIE LINKE.

Bezahlbares Wohnen garantieren – Mieten deckeln, sozialen Wohnungsbau retten

mit dem Inhalt,

1. einen Gesetzentwurf für eine sozialere Regulierung von Mietpreisen im Mietrecht innerhalb des Bürgerlichen Gesetzbuchs vorzulegen, der

2. die Bundesländer zu ermuntern, innerhalb deren eigener Regelungskompetenz für das Wohnungswesen öffentlich-rechtliche Mietpreisregulierungen für besonders angespannte Wohnungsmärkte zu schaffen (Mietendeckel);

3. ein Rettungsprogramm für den sozialen Wohnungsbau aufzulegen, das in Abstimmung mit den Ländern

4. einen Gesetzentwurf für ein Verbot der Umwandlung von Mietwohnungen in Wohnungseigentum in Milieuschutzgebieten sowie für ein generelles Verbot der Eigenbedarfskündigung nach erfolgter Umwandlung vorzulegen.

unterzeichnet von Dr. Sahra Wagenknecht, Dr. Dietmar Bartsch und Fraktion

 

BR-Drucksache 434/19 vom 19.09.2019

Gesetzesantrag des Landes Berlin

Entwurf eines Gesetzes zur Abschaffung der Grundsteuer- Umlagefähigkeit (Mieter-Grundsteuer-Entlastungsgesetz)

mit dem Inhalt, die Grundsteuer aus dem Katalog der auf die Wohnungsmieter umlegbaren Betriebskosten für Neuverträge herauszunehmen

unterzeichnet von RegBM des Landes Berlin Michael Müller

 

BT-Drucksache 19/10286 vom 16.05.2019

Antrag der Abgeordneten Caren Lay, Dr. Gesine Lötzsch, Gökay Akbulut, Lorenz Gösta Beutin, Matthias W. Birkwald, Heidrun Bluhm, Jörg Cezanne, Dr. André Hahn, Ulla Jelpke, Kerstin Kassner, Sabine Leidig, Ralph Lenkert, Michael Leutert, Amira Mohamed Ali, Niema Movassat, Petra Pau, Victor Perli, Ingrid Remmers, Martina Renner, Kersten Steinke, Friedrich Straetmanns, Dr. Kirsten Tackmann, Andreas Wagner, Hubertus Zdebel und der Fraktion DIE LINKE.

Mietendeckel sofort einführen

mit dem Inhalt, gesetzlich zu regeln, dass Mieterhöhungen ohne Wohnwertverbesserung maximal in Höhe des Inflationsausgleichs, höchstens jedoch um 2 Prozent im Jahr, zulässig sind.

unterzeichnet von Dr. Sahra Wagenknecht, Dr. Dietmar Bartsch und Fraktion

 

BT-Drucksache 19/10284 vom 16.05.2019

Antrag der Abgeordneten Caren Lay, Friedrich Straetmanns, Dr. Gesine Lötzsch, Gökay Akbulut, Lorenz Gösta Beutin, Matthias W. Birkwald, Heidrun Bluhm, Jörg Cezanne, Dr. André Hahn, Ulla Jelpke, Kerstin Kassner, Sabine Leidig, Ralph Lenkert, Michael Leutert, Amira Mohamed Ali, Niema Movassat, Petra Pau, Victor Perli, Ingrid Remmers, Martina Renner, Kersten Steinke, Dr. Kirsten Tackmann, Andreas Wagner, Hubertus Zdebel und der Fraktion DIE LINKE.

Kündigungsschutz für Mieterinnen und Mieter verbessern

unter anderem mit dem Inhalt, den Kündigungsschutz für Mieter so zu verbessern, dass

  1. die Ausgleichung eines Mietrückstandes neben der fristlosen auch die fristgemäße Kündigung unwirksam werden lässt;
  2. eine Kündigung aufgrund eines Mietrückstands von weniger als zwei Monatsmieten ausgeschlossen ist;
  3. eine Kündigung aufgrund von Mietrückständen, die auf die Mietminderung wegen eines Mangels der Wohnung zurückzuführen sind, nur bei vorsätzlichem Missbrauch des Instruments der Mietminderung möglich ist;
  4. unterschiedliche Rechtsauffassungen über Mieterrechte zwischen Mieter- und Vermieterseite innerhalb des Vertragsverhältnisses auf dem Rechtsweg abschließend geklärt werden müssen, bevor eine Kündigung möglich ist;
  5. eine Kündigung wegen Eigenbedarfs nur noch für den Wohngebrauch der Eigentümerin oder des Eigentümers selbst oder den Wohngebrauch der engsten Familienangehörigen als Erstwohnsitz erlaubt ist und Personengesellschaften keinen solchen Bedarf geltend machen können;
  6. Mieterinnen und Mieter einen Anspruch auf angemessenen Ersatz der Aufwendungen erhalten, die ihnen durch die Eigenbedarfskündigung entstanden sind;
  7. eine Kündigung wegen Eigenbedarfs nach Umwandlung der Mietwohnung in Wohnungseigentum generell ausgeschlossen ist;
  8. Mieterinnen und Mieter, die das 70. Lebensjahr vollendet haben, bei vertragsgemäßen Gebrauch nicht wegen Eigenbedarfs gekündigt werden dürfen.

unterzeichnet von Dr. Sahra Wagenknecht, Dr. Dietmar Bartsch und Fraktion

 

BT-Drucksache 19/10283 vom 16.05.2019

Antrag der Abgeordneten Caren Lay, Friedrich Straetmanns, Dr. Gesine Lötzsch, Doris Achelwilm, Gökay Akbulut, Simone Barrientos, Lorenz Gösta Beutin, Matthias W. Birkwald, Heidrun Bluhm, Birke Bull-Bischoff, Jörg Cezanne, Anke Domscheit-Berg, Brigitte Freihold, Nicole Gohlke, Dr. André Hahn, Ulla Jelpke, Kerstin Kassner, Jan Korte, Sabine Leidig, Ralph Lenkert, Michael Leutert, Amira Mohamed Ali, Niema Movassat, Norbert Müller (Potsdam), Petra Pau, Sören Pellmann, Victor Perli, Ingrid Remmers, Martina Renner, Dr. Petra Sitte, Kersten Steinke, Dr. Kirsten Tackmann, Andreas Wagner, Katrin Werner, Hubertus Zdebel und der Fraktion DIE LINKE.

Keine Kündigung für Mieterinnen und Mieter über 70 Jahre

mit dem Inhalt, daß die Bundesregierung einen Gesetzentwurf vorlegen möge, der eine Kündigung wegen Eigenbedarfs für Mieterinnen und Mieter, die das 70. Lebensjahr vollendet haben, bei vertragsgemäßen Gebrauch wirksam ausschließt.

unterzeichnet von Dr. Sahra Wagenknecht, Dr. Dietmar Bartsch und Fraktion

 

BT-Drucksache 19/8827 vom 29.03.2019

Gesetzentwurf der Abgeordneten Christian Kühn (Tübingen), Stephan Schmidt, Canan Bayram, Luise Amtsberg, Anja Hajduk, Britta Haßelmann, Dieter Janecek, Katja Keul, Sven-Christian Kindler, Stephan Kühn (Dresden), Monika Lazar, Sven Lehmann, Dr. Irene Mihalic, Claudia Müller, Beate Müller-Gemmeke, Dr. Konstantin von Notz, Lisa Paus, Filiz Polat, Tabea Rößner, Dr. Manuela Rottmann, Corinna Rüffer,
Dr. Wolfgang Strengmann-Kuhn, Dr. Julia Verlinden, Daniela Wagner und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Entwurf eines Gesetzes zur Änderung des Bürgerlichen Gesetzbuches und anderer Gesetze – Abschaffung der Grundsteuer-Umlagefähigkeit (Mieter-Grundsteuer-Entlastungsgesetz)

mit dem Inhalt, die Grundsteuer aus dem Katalog der auf die WOhnungsmieter umlegbaren Betriebskosten herauszunehmen und bei Bestandsmietverträgen eine Umlagevereinbarung nach einer Übergangsfrist für unwirksam zu erklären

unterzeichnet von Katrin Göring-Eckardt, Dr. Anton Hofreiter und Fraktion

 

BT-Drucksache 19/7770 vom 13.02.2019

Entschließungsantrag der Abgeordneten Caren Lay, Dr. Gesine Lötzsch, Susanne Ferschl, Dr. André Hahn, Gökay Akbulut, Lorenz Gösta Beutin, Matthias W. Birkwald, Heidrun Bluhm, Jörg Cezanne, Sylvia Gabelmann, Kerstin Kassner, Dr. Achim Kessler, Katja Kipping, Jan Korte, Sabine Leidig, Ralph Lenkert, Michael Leutert, Amira Mohamed Ali, Niema Movassat, Victor Perli, Ingrid Remmers, Martina Renner, Friedrich Straetmanns, Dr. Kirsten Tackmann, Jessica Tatti, Andreas Wagner, Hubertus Zdebel, Sabine Zimmermann (Zwickau), Pia Zimmermann und der Fraktion DIE LINKE.

mit der Aufforderung an die Bundesregierung,

1. ein öffentliches Wohnungsbauprogramm mit einem Umfang von 10 Milliarden Euro im Jahr über einen Zeitraum von mindestens 10 Jahren aufzulegen, das folgende Maßnahmen beinhaltet:

2. umgehend einen Gesetzentwurf für eine umfassende Reform des Mietrechts vorzulegen, der

3. einen Gesetzentwurf für eine Reform des Wohngelds vorzulegen mit dem Ziel,

unterzeichnet von Dr. Sahra Wagenknecht, Dr. Dietmar Bartsch und Fraktion

 

BT-Drucksache 19/7734 vom 13.02.2019

Antrag der Abgeordneten Dr. Wolfgang Strengmann-Kuhn, Christian Kühn (Tübingen), Anja Hajduk, Corinna Rüffer, Sven Lehmann, Daniela Wagner, Markus Kurth, Beate Müller-Gemmeke, Britta Haßelmann, Renate Künast, Canan Bayram, Lisa Paus, Stefan Schmidt, Katharina Dröge, Dieter Janecek, Sven-Christian Kindler, Lisa Badum, Stefan Gelbhaar, Dr. Bettina Hoffmann, Katja Keul, Sylvia Kotting-Uhl, Stephan Kühn (Dresden), Steffi Lemke, Dr. Irene Mihalic, Tabea Rößner, Dr. Julia Verlinden, Gerhard Zickenheiner und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Menschenrecht auf Wohnen dauerhaft sicherstellen – Wohnungs- und Obdachlosigkeit konsequent bekämpfen

1. ein nationales Aktionsprogramm zur Vermeidung und Bewältigung von Woh- nungs- und Obdachlosigkeit auf den Weg zu bringen und

2. die Primärprävention, damit Wohnungslosigkeit erst gar nicht entsteht, massiv zu stärken, indem

3. die Sekundärpräventionsmaßnahmen bei drohender Wohnungslosigkeit auszubauen, indem

4. Maßnahmen zu ergreifen, die bei bereits eingetretener Wohnungslosigkeit zügig greifen und so obdachlosen und wohnungslosen Menschen die schnelle Reintegration in Normalwohnungsverhältnisse ermöglichen, und dabei besonders

unterzeichnet von Katrin Göring-Eckardt, Dr. Anton Hofreiter und Fraktion

siehe hierzu die Beschlussempfehlung und Bericht des Ausschusses für Bau, Wohnen, Stadtentwicklung und Kommunen vom 26.04.2019 in BT-Drucksache 19/9697: Ablehnung des Antrags mit den Stimmen der Fraktionen der CDU/CSU, SPD, AfD und FDP gegen die Stimmen der Fraktionen DIE LINKE. und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN.

 

BT-Drucksache 19/4885 vom 10.10.2018

Antrag der Abgeordneten Caren Lay, Dr. Gesine Lötzsch, Pascal Meiser, Gökay Akbulut, Lorenz Gösta Beutin, Heidrun Bluhm, Jörg Cezanne, Nicole Gohlke, Dr. André Hahn, Ulla Jelpke, Kerstin Kassner, Sabine Leidig, Ralph Lenkert, Michael Leutert, Amira Mohamed Ali, Niema Movassat, Petra Pau, Victor Perli, Ingrid Remmers, Martina Renner, Friedrich Straetmanns, Dr. Kirsten Tackmann, Andreas Wagner, Hubertus Zdebel und der Fraktion DIE LINKE.

Mietenanstieg stoppen, Mieterinnen und Mieter schützen, Verdrängung verhindern

umfassende Reform des Mietrechts mit folgenden Änderungen:

1. Die Verbesserung der sogenannten Mietpreisbremse, indem

2. Die Begrenzung von Mieterhöhungen in bestehenden Mietverhältnissen, indem

3. Die Reduzierung von Mietsteigerungen nach Modernisierung auf ein Minimum, indem

4. Die Sanktionierung von Verstößen gegen die Rechte von Mieterinnen und Mie-
tern, indem

5. Die Ausweitung des Schutzes für Mieterinnen und Mieter vor Kündigung und Wohnungsverlust, so dass

6. Die Stärkung kollektiver Mieterrechte, indem

7. Die Einführung eines Gewerbemietrechts zum Schutz von kleinen Gewerbetreibenden, sozialen Einrichtungen, Kulturbetrieben und gemeinnützigen Vereinen und Trägern, indem

8. Die Vereinfachung und mieterfreundliche Ausgestaltung der Umlage von Betriebskosten, so dass

unterzeichnet von Dr. Sahra Wagenknecht, Dr. Dietmar Bartsch und Fraktion

 

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