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IW Köln: Milieuschutzgutachten Berlin

Die Auswirkungen von Milieuschutz werden zu wenig validiert.

In Berlin werden zwar immer mehr Milieuschutzgebiete ausgewiesen, so daß ein erheblicher Teil des inneren Stadtgebiets mittlerweile davon betroffen ist (aktuelle Karte siehe hier). Ob das tatsächlich etwas nützt oder der Stadtentwicklung und den Bewohnern nicht eher schadet, ist hingegen ungeklärt. Untersuchungen darüber, vielleicht sogar mit wissenschaftlichem Anspruch, fehlen.

Der Verein zur Förderung von Wohneigentum in Berlin e.V. versucht, hier Abhilfe zu schaffen, und hat das IW Köln mit einem Gutachten beauftragt, welches nun vorliegt. Darin werden die vielfältigen Wirkungen der Berliner Milieuschutzgebiete aus ökonomischer Sicht diskutiert. Auf Basis einer detaillierten Beschreibung der Wohnungsmarktlage in Berlin und seinen Stadtbezirken wird geprüft, mit welchen gesellschaftlichen Kosten und Nutzen das Instrument verbunden ist.

Für einige Haushalte ein Vorteil, insgesamt aber stark nachteilig.

Die Analyse des IW Köln zeigt, dass Erhaltungssatzungen einen sehr starken Eingriff in den Markt und die Eigentumsrechte darstellen. Hierdurch profitieren zwar diejenigen Haushalte, die dort aktuell mit günstigen Wohnungen versorgt sind. Haushalte, die sich am Markt neu versorgen müssen, werden aber benachteiligt. Das betrifft sowohl Haushalte die innerhalb des Bezirks oder Berlins eine Wohnung suchen, als auch Zuwanderer, die neu in die Stadt ziehen.

Konkret stellt das IW Köln folgendes fest:

Vorschläge für eine alternative Politik

Statt mithilfe der Einrichtung von Milieuschutzgegenden die Aufwertung und die Attraktivierung einiger zentraler Standorte aufzuhalten, schlägt das IW Köln eine gegenteilige Politik vor:

Buchempfehlung

(als Taschenbuch hier)

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