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Mietspiegeloptimierung (2): das Bad/WC

Übersicht aller Artikel zur Mietspiegeloptimierung

(1) Einleitung

(2) das Bad

(3) die Küche

(4) die Wohnung

(5) das Gebäude

(6) das Wohnumfeld

Ausgangslage

Im Berliner Mietspiegel 2017 gibt es in der Gruppe „Bad/WC“ 10 negative und 10 positive Merkmale. Sie lauten:

negativ

positiv

Für die Mietenoptimierung gilt es nun zunächst, die teuren von den günstigen Punkten zu trennen.

Aufwertung durch Verbesserung der Negativseite

Was man auf der Negativseite wohl nicht ohne erheblichen Aufwand verbessern kann, ist

Alles andere ist, je nach den im übrigen vorhandenen Umständen, nicht unbedingt teuer.  Im einzelnen:

Alles in allem kann man im Bad auf der Negativseite viel machen, ohne daß die Kosten furchtbar ausufern. Es geht eben nicht darum, daß es hinterher besonders schick ist, sondern einfach darum, daß Punkte behoben werden, die so schlecht sind, daß der Mietspiegel sie als wohnwertmindernd für die gesamte Wohnung einstuft.

Aufwertung durch Verbesserung der Positivseite

Auf der Positivseite sieht das schon anders aus. Es ist im Bad deutlich kostspieliger, wohnwerterhöhende Merkmale herzustellen, als negative zu beseitigen. Deshalb kommt das für den scharf rechnenden Eigentümer nur in Betracht, wenn es nötig ist, um verbleibende Negativmerkmale auszugleichen und wenigstens 1 positives Kreuzchen mehr zu erreichen, so daß die ganze Gruppe wohnwerterhöhend wird.

Fazit

Für alle vorstehenden Links muß ich freilich hier einen Disclaimer anbringen, zumal ich diese Einschätzungen nicht im Rahmen eines individuellen Mandats vornehme, sondern pauschal ins Internet setze. Dafür, daß der für Sie zuständige Amtsrichter das jeweilige einzelne Gerät genauso wertet, übernehme ich ausdrücklich keine Gewähr. Besser als das Minimum ist immer gut, wenn man auf der sicheren Seite sein will. Alles in allem kann man aber trotzdem sagen, daß Sie nicht die Fußbodenheizung einbauen müssen, um ein (weiteres) Positivmerkmal herzustellen, wenn ein Entlüftungsgitter ausreicht, um mit Beseitigung eines Negativmerkmals das gleiche Ergebnis zu erreichen.

Die Ungleich-Gewichtung, daß Kleinstmaßnahmen zum Teil ebenso leicht oder schwer wiegen wie umfangreiche Modernisierungen, tritt in jeder Merkmalgruppe auf. Das bedeutet, daß man mit etwas Überlegung, einem systematischen Vorgehen und genauer Kenntnis der Wohnung mit wenigen Mitteln häufig viel erreichen kann.

Buchhinweis

Die Rechtsprechung zu den Berliner Mietspiegeln der letzten 10 Jahre, sortiert nach den einzelnen Merkmalen der Spanneneinordnung, habe ich in dem im Grundeigentumsverlag erschienenen Handbuch zusammengestellt. Darin läßt sich nachlesen, welche Ausstattungen die Gerichte wie beurteilt haben – sozusagen ein Feintuning etwaig von Ihnen geplanter Maßnahmen.

Buchempfehlung

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