Interview mit Sebastian Melchert und Raymond Naseem

Gepostet von

Herr Melchert, Herr Naseem, Sie beide sind Gründer und Geschäftsführer der Housy GmbH, einem Portal für Immobilienanzeigen im Internet. Es gibt Immoscout, Immonet, Immowelt und ein dutzend andere, teils regionale Anbieter. Warum noch einer?

Housy ist das Wohnungsportal, mit der die Wohnungssuche endlich ein Ende hat. Über das Portal sucht nicht der Mieter die richtige Wohnung, sondern der Vermieter den passenden Mieter. Der bisher bekannte Prozess der Wohnungsvermittlung wird bei Housy umgekehrt.

Bei bekannten Wohnungsportalen erhalten Vermieter gerade in Großstädten unzählige Anfragen von Interessenten. Durch den umgekehrten Prozess sucht sich der Vermieter bei Housy direkt den passenden Mieter raus. Online, bequem und ohne E-Mail-Flut.

Auf Basis der angegebenen Kriterien von Wohnungssuchenden und Vermietern übernehmen selbst entwickelte Algorithmen die Vorauswahl. So erhalten Vermieter dank des Matching-Prozess nur vorselektierte Anfragen potentieller Mieter.

Wie wollen Sie sich denn gegen die übermächtig scheinende Konkurrenz  der anderen Anbieter behaupten? Was genau machen Sie anders als die anderen?

Wir bieten Vermietern und Mietern eine schnellere, einfachere und zeitgemäßere Wohnungsvermittlung. Vermietern wird die Vorauswahl geeigneter Mieter abgenommen. Durch unseren Matching-Algorithmus lassen sich die Anforderungen des Vermieters und die Kriterien des Wohnungssuchers live abgleichen. Diese können ihre Exposés gezielt an potentielle Mieter versenden, das spart Zeit.

Mit nur einem Klick treten Vermieter und Mietinteressenten über den selbst entwickelten Housy-Messenger in Kontakt, vereinbaren einen Besichtigungstermin und tauschen Dokumente aus.

Über unser All-In-One Dashboard wird der gesamte Bewerbungsprozess von Anmeldung bis zur Vermietung verwaltet.

All das garantieren wir durch ein klares Design und eine verständliche Usability.
Massenbesichtigungen werden vermieden, Zeit und Nerven gespart.

Das klingt in der Tat attraktiv. Es spart sowohl dem Eigentümer als auch dem Mieter Zeit und Nerven! Wie sind Sie auf die Idee gekommen?

Als Studenten waren wir selbst auf Wohnungssuche, scrollten durch endlose Online-Inserate, standen stundenlang in Schlangen, um schließlich zu erfahren, dass der Vermieter eine Familie und keine WG sucht. Aus dieser Not entstand die erste Landingpage — die Geburt von Housy.

Wie lange sind Sie am Markt?

Mit Housy starteten wir 2015 mit einer Landingpage. Das Konzept fand schnell Zuspruch, sodass sich immer mehr Hausverwaltungen und Mietinteressenten auf der Plattform registrierten. 2017 folgte die offizielle Gründung als GmbH und im Sommer 2018 schlossen wir unsere erste Finanzierungsrunde ab.

Wie groß ist Ihr Unternehmen aktuell?

Zur Zeit sind wir 11 Mitarbeiter, an den beiden Standorten Kleinmachnow und Berlin.
Wir sind ständig auf der Suche nach neuen Kollegen die die Leidenschaft für die Immobilienbranche mitbringen sowie unsere Vision teilen.

Mit mehreren Standorten und 11 Gehältern brauchen Sie schon einen belastbaren monatlichen Cashflow. Für ein junges StartUp ist das sicher keine leichte Phase. Wer arbeitet bereits mit Ihnen zusammen?

Wir pflegen die Zusammenarbeit mit privaten und kommunalen Bestandshaltern. Von Großunternehmen bis hin zu kleinen privaten Vermietern. Dadurch haben wir schon jetzt einen Zugriff auf mehr als 200.000 Objekte.

Was kostet es, bei Ihnen eine Wohnung zu inserieren?

Wir haben festgestellt, dass eine individuelle Preisgestaltung der beste Weg ist, um eine vielfältige Kundenbasis effektiv zu bedienen. Somit können wir passende Angebote für private Vermieter aber auch für große Bestandshalter und Hausverwaltungen anbieten.

Aktuell und nur für eine begrenzte Zeit ist die Vermietung der ersten Wohnung bei uns sogar kostenlos.

Herr Naseem, Herr Melchert, vielen Dank, daß Sie sich die Zeit für das Gespräch genommen haben.

Buchempfehlung