Geld versus Sachwert

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Zweitausendeinhundertsiebenundvierzig Milliarden Euro Geldvermögen auf Bankkonten

In Deutschland liegen 2.147 Mrd. Euro auf Bankkonten. Dabei nimmt die Sparquote im Durchschnitt bis etwa zum 40. Lebensjahr zu und danach allmählich ab, das durchschnittliche Vermögen wächst hingegen weiter bis zum Renteneintritt. Die Deutsche Bank hat nun herausgefunden, daß ein Entsparen, also der Vermögensverbrauch in der Rente, nur in den ersten 10 Jahren nach Rentenbeginn stattfindet. Ab etwa dem 75. Lebensjahr legen die Leute wieder mehr zur Seite, vorwiegend motiviert als Nachlaßbildung mit Blick auf ihre Erben. Der Großteil des Geldvermögens liegt in den Händen der älteren Generationen, weil diese ein Leben lang Zeit hatten, es aufzubauen.

Dreiundvierzig Milliarden Kaufkraftverlust jährlich durch Inflation

Von diesen immensen Bargeldbeständen geht jedes Jahr ein beträchtlicher Teil durch Inflation verloren. Das Statistische Bundesamt stellt auf seiner Webseite einen persönlichen Inflationsrechner zur Verfügung. Rechnet man mit dem offiziellen durchschnittlichen Geldwertverfall von rund 1,5 bis 2% jährlich, geht den Deutschen jedes Jahr Kaufkraft in Höhe von 32 Mrd. bis 43 Mrd. Euro verloren.

Für mich klingt das so, als wäre es keine gute Idee, das Geld auf dem Konto liegen zu lassen, gerade wenn man etwas Werthaltiges weitergeben möchte. Warum nicht eine Immobilie? Wenn man das für sich selbst nicht mehr organisieren will, kann es sinnvoll sein, der jüngeren Generation schon vor dem eigenen Ableben Eigenkapital zur Verfügung zu stellen, um eine Wohnung anzufinanzieren. Häufig fehlt es nämlich nur an dem Startbetrag für Kaufnebenkosten und Grunderwerbsteuer. Ist das einmal gemeistert, kann der Rest über ein günstiges Darlehen in der momentanen Niedrigzinsphase finanziert werden und statt Miete zahlt der Enkel künftig in sein Eigentum ein.

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