MdB Kai Wegner zur Berliner Wohnungspolitik

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„Sehr geehrter Herr Scheidacker,

… Wie Sie in Ihrem Beitrag richtig herausarbeiten, verschlimmert Rot-Rot-Grün durch eine Vielzahl dirigistischer Eingriffe die Situation auf dem angespannten Berliner Wohnungsmarkt. Zynisch betrachtet könnte man tatsächlich zu dem Schluss gelangen, Rot-Rot-Grün wolle über eine bewusste Verschärfung der sozialen Missstände das eigene Wählerpotenzial vergrößern. Umso wichtiger ist es, die Berlinerinnen und Berliner darüber aufzuklären, dass es sich bei Mietendeckel, Enteignungen und Co. lediglich um populistische Scheinlösungen handelt, die großen Schaden anrichten.

In Berlin fehlen rund 100.000 Wohnungen. Dieser dringend benötigte zusätzliche Wohnraum entsteht nicht durch einen Mietendeckel und auch nicht durch Enteignungen, sondern einzig und allein durch Neubau. Wir brauchen mehr Bauland, schnellere Baugenehmigungen, mehr Personal in den Bauämtern, weniger Vorschriften und vor allem den klaren politischen Willen, endlich den Wohnungsbau mit höchster Priorität voranzutreiben. Dazu gehört auch ein Berliner Wohnungsgipfel mit allen Partnern aus der Privatwirtschaft, den städtischen Gesellschaften, den Genossenschaften und der Bauwirtschaft.

Als Landesvorsitzender der Berliner CDU werde ich mich auch in Zukunft nachdrücklich dafür engagieren, der gesteigerten Wohnraumnachfrage in Berlin endlich ein entsprechend höheres Wohnraumangebot entgegenzusetzen.

Mit den besten Grüßen

Kai Wegner
Mitglied des Deutschen Bundestages
Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion
für Bau, Wohnen, Stadtentwicklung und Kommunen

 

hier veröffentlicht mit ausdrücklicher Genehmigung

Fotograf: Yves Sucksdorff